NASA – InSight Mission setzt zur Landung auf den Mars an
Am 26. November 2018 setzt NASA’s InSight Mission zur ersten Landung innerhalb von sechs Jahren auf dem Mars an. Damals handelte es sich um den Mars Rover Curisty, der uns seit dem Jahr 2012 mit unglaublichen Erkenntnissen und Bildern des roten Planeten versorgt.

Das Bild zeigt eine Simulation des Landeanflugs von InSight auf den Mars. Bild: NASA / JPL-Caltech
Am kommenden Montag soll mit der InSight Mission ein neues Kapitel in dieser Geschichte aufgeschlagen werden. Um etwa 15:00 Uhr EST (21:00 Uhr deutscher Zeit) soll InSight auf dem Mars zur Landung ansetzen. Bereits am 05. Mai 2018 wurde die Sonde auf seine lange Reise geschickt. Nach rund sechs Monaten befindet sich das Raumfahrzeug seinem Ziel zum Greifen nahe.
Der schwerste Teil der InSight Mission steht noch bevor
Der schwerste Teil steht jedoch noch bevor. Der Eintritt in die Atmosphäre des roten Planeten und der Landungsprozess. „Mein Herz schlägt in meiner Brust wie eine Trommel.“, sagte NASA Projekt Manager Tom Hoffman während einer Nachrichtenkonferenz. „Während viele zu Hause das Thanks Giving Dinner genießen, arbeiten wir im JPL mit Hochdruck daran einen erfolgreichen Start vorzubereiten. Hoffentlich bleibt etwas Zeit für etwas Gänsebraten.“
Mein Herz schlägt in meiner Brust wie eine Trommel.
Der größte Teil der Arbeit wird es sein, zu bestimmen, ob das Raumfahrzeug vor seiner Landung noch eine kleine Korrektur benötigt. Während seiner Reise wurden insgesamt vier kleinere Anpassungen vorgenommen. Damit konnte man sicherstellen, dass es sich auf dem richtigen Kurs befindet. Die Chancen auf eine erfolgreiche Landung erhöhen sich enorm, wenn InSight perfekt ausgerichtet ist.
Der Landevorgang dauert zwar nur sieben Minuten, jedoch kann dabei einiges schieflaufen. Schließlich bremst das Raumfahrzeug von einer ursprünglichen Geschwindigkeit von 19,300 km/h auf gerade einmal 8 km/h bei der Landung ab.
Technik aus Deutschland und Frankreich bei der Mars Mission
Die neue Marssonde soll die seismischen Aktivitäten, den Wärmefluss und die geologischen Eigenschaften des Mars untersuchen. Der stationäre Lander ist mit einem Seismometer ausgerüstet (SEIS genannt), welches durch die Französische Raumfahrtagentur CNES entwickelt wurde. Mit an Bord befindet sich außerdem die Wärmesonde HP3 von der Deutschen Raumfahrtagentur DLR.

NASA InSight’s voll gelandete Konfiguration im Reinraum. Bild: NASA – Lockheed Martin
InSight wird von zwei kleineren Mini-Raumschiffen verfolgt, die NASA’s Mars Cube One (oder kurz MarCO) transportieren. MarCO soll Daten von InSight übermitteln, während dieser in die Atmosphäre des Planeten eindringt und zur Landung ansetzt.
InSight Live-Übertragung der NASA
Die bevorstehenden Ereignisse und Pressekonferenzen werden durch die NASA über Ihre Webseite und die Sozialen Medien übertragen:
Mittwoch, 21. November
17:00 Uhr CET – Nachrichten Konferenz: Mission Technik Übersicht
18:00 Uhr CET – Nachrichten Konferenz: Mission Wissenschaft Übersicht
Sonntag, 25. November
17:00 Uhr CET – Nachrichten Konferenz: Finales Update vor der Landung
22:00 Uhr CET – NASA Social: InSight Team Frage und Antwort
Montag, 26. November
12:00 – 16:00 Uhr CET – Live Interviews mit den Experten der Mission.
18:00 – 19:300 Uhr CET – Live Kommentar der Landung über den NASA TV Public Channel
nach 21:00 Uhr CET – Nachrichtenkonferenz nach der Landung
Wissenswerte Fakten zur InSight Mars Mission
Woher kommt der Name für InSight?
Es handelt sich dabei um ein Akronym und es steht für: „Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport“
Insight wurde dafür gebaut in einem Sandsturm zu landen
Die Ingenieure des InSight Teams haben ein robustes Fahrzeug gebaut, welches im schlimmsten Falle sogar in einem Sandsturm sicher landen kann. Das Hitzeschild wurde extra dafür ausgelegt den äußersten Umständen standhalten zu können.
Nach der Landung soll InSight wissenschaftlich Daten über felsige Planeten übermitteln
Das Team der Mission hofft, dass die Studien des tiefen Inneren des Mars Aufschluss darüber geben werden, wie sich felsige Welten (wie der Mars, unsere Erde und der Mond) formen. Der Vergleich der Daten des Mars und der Erde soll neue Erkenntnisse über unser Sonnensystem bringen.

Der Mars Orbiter Odyssey machte dieses Bild der Landungszone . Bild: NASA / JPL-Caltech / ASU
InSight lander auf dem größten „Parkplatz“ auf dem Mars
Das Gebiet der Landung nennt sich Elysium Planitia und wird manchmal auch als der größte Parkplatz auf dem Mars bezeichnet. Dieser spezifische Ort wurde ausgewählt, da es sich dabei um eine riesige ebene Fläche handelt. Damit wird die Landung erleichtert und glücklicherweise kann InSight von überall gleichermaßen operieren. Ein komplizierter Landeanflug auf unwegsamen Terrain bleibt erspart.
Die Technik ist ähnlich als bei der Phoenix Mission.
In 2008 konnte man bereits erfolgreich die Phoenix Mission auf dem Mars landen. Auch InSight verwendet immer noch die nahezu gleichartige Technik, die sich bereits bei den vorherigen Missionen bewährt hat. Lediglich der Hitzeschild und die Konstruktion des Fallschirms wurden abgeändert.