Wie viele Planeten hat das Sonnensystem?
Jupiter und Saturn sind Gasplaneten (oder auch „Gas Giants“ genannt), welche hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium bestehen. Die beiden letzten und äußersten Planeten bezeichnet man als Eisplaneten (oder „Ice Giants“). Diese bestehen zum Großteil aus Elementen, die schwerer sind als Wasserstoff und Helium.

Die 8 Planeten unseres Sonnensystems
Tipp: Mit diesem einfachen Merksatz, kann man sich die richtige Reihenfolge der Planeten ganz leicht einprägen:
„Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel.“
Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun
Der Zwergplanet Pluto wurde bei seiner Entdeckung im Jahr 1930 noch als ein Planet unseres Sonnensystems klassifiziert. Dieser Status wurde ihm allerdings vor einigen Jahren wieder aberkannt und er gilt nun als eines der größten Objekte im Kuipergürtel – eine Ansammlung gefrorener Körper am Rande unseres Sonnensystems. Im Jahr 2006 wurde die Definition für einen Planeten von einem wissenschaftlichen Ausschuss überarbeitet. Pluto fiel dieser Überarbeitung zum Opfer und hat seitdem seinen Planeten Status verloren.
Die Diskussion über Plutos Planeten Status in der Öffentlichkeit
Dieser Beschluss wurde in der Öffentlich breit diskutiert und hat dadurch sogar seinen Einzug in die Pop-Kultur geschafft. In der beliebten Serie „The Big Bang Theory“ hegt der Hauptdarsteller Sheldon Cooper einen Groll gegenüber dem Astrophysiker Neil deGrasse Tyson, welcher für die Demotion von Pluto mitverantwortlich war.
zurück zum menü ↑Sheldon Cooper hegt in Big Bang Theory einen Groll gegenüber dem Astrophysiker Neil deGrasse Tyson, weil Pluto seinen Planeten Status verloren hat.
Was zählt jetzt als Planet und was nicht?
Laut der Definition der Internationalen Astronomischen Union ist ein Planet ein Körper:
(a) der sich auf einer Umlaufbahn um die Sonne bewegt,
(b) dessen Masse groß genug ist, dass sich das Objekt im hydrostatischen Gleichgewicht befindet (und somit eine näherungsweise kugelähnliche Gestalt besitzt), und
(c) der das dominierende Objekt seiner Umlaufbahn ist, das heißt, diese über die Zeit durch sein Gravitationsfeld von weiteren Objekten „geräumt“ hat.
Weil Pluto ein Bestandteil des Kuipergürtels ist, konnte er diese Kriterien nicht erfüllen und wird daher nicht weiter als ein vollwertiger Planet angesehen. Er reiht sich nun in die Riege der Zwergplaneten ein zu den sich außerdem Ceres, Makemake, Eris und Haumea zählen. Mit einer Atmosphäre, seiner besonderen Oberflächenbeschaffenheit und mindestens fünf bekannten Monden, ist Pluto der wohl komplexeste Zwergplanet, der uns derzeit bekannt ist.